Cloud & Datenschutz

Cloud-Speicher vergleichen: Google Drive, iCloud, OneDrive, Proton Drive und kDrive

Cloud-Speicher wirkt auf den ersten Blick simpel: Dateien hochladen, auf dem Smartphone öffnen, mit anderen teilen. Im Alltag hängen daran aber Fotos, Dokumente, Gerätebackups, Familienfreigaben, Office-Dateien und sensible Unterlagen.

Google Drive, iCloud, OneDrive, Proton Drive und kDrive setzen sehr unterschiedliche Schwerpunkte. Manche Dienste sind besonders bequem im vorhandenen Geräte-Ökosystem, andere legen mehr Gewicht auf Verschlüsselung, Schweizer Infrastruktur oder Teamfunktionen.

Dieser Vergleich ist keine Rangliste. Er hilft dir, Speicher, Datenschutz, Verschlüsselung, Zusammenarbeit, Wiederherstellung und Wechselaufwand nüchtern einzuordnen.

Fünf Cloud-Dienste im Vergleich 20 Min. Lesezeit Preise und Funktionen: Stand Juli 2026
Person vergleicht verschiedene Cloud-Speicher für Fotos und Dokumente auf Laptop und Smartphone
Der passende Cloud-Speicher hängt von Geräten, Dateitypen, Freigaben, Wiederherstellung und Datenschutzbedarf ab.
Kurz gesagt

Google Drive, iCloud und OneDrive sind besonders bequem, wenn du bereits Google-, Apple- oder Microsoft-Geräte und -Dienste verwendest. Proton Drive setzt einen stärkeren Schwerpunkt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung. kDrive verbindet Schweizer Infrastruktur mit viel Speicher und Zusammenarbeitsfunktionen. Welche Cloud besser passt, hängt deshalb von deinen Geräten, deinen Dateien und deinen Datenschutzanforderungen ab.

Wichtig zu wissen

Eine synchronisierte Cloud ist nicht automatisch ein vollständiges Backup. Wird eine Datei versehentlich gelöscht, beschädigt oder überschrieben, kann diese Änderung auf andere Geräte übertragen werden. Für wirklich wichtige Fotos und Dokumente solltest du deshalb zusätzlich eine unabhängige Sicherheitskopie aufbewahren.

Cloud-Speicher, Synchronisierung oder Backup – was ist der Unterschied?

Cloud-Speicher ist zunächst ein Online-Speicherplatz. Synchronisierung sorgt dafür, dass Dateien auf mehreren Geräten und im Web denselben Stand haben. Ein Backup ist dagegen eine Sicherheitskopie, die auch dann helfen soll, wenn etwas gelöscht, überschrieben, beschädigt oder durch Malware verschlüsselt wurde.

Diese Unterscheidung ist praktisch wichtig. Google Drive, iCloud Drive, OneDrive, Proton Drive und kDrive speichern und synchronisieren Dateien. Google Fotos, iCloud Fotos und OneDrive-Kamera-Upload kümmern sich zusätzlich um Bilder. iCloud Backup und Android-Backup sichern bestimmte Gerätedaten. Ein Ordner-Sync auf dem Laptop ist aber kein vollständiges Systemabbild, und ein Foto-Upload ersetzt kein unabhängiges Familienarchiv.

Die fünf Cloud-Dienste auf einen Blick

Anbieter Unternehmensbezug Schwerpunkt Kostenlose Nutzung Besonders interessant für
Google Drive / Google OneGoogle, internationaler PlattformanbieterZusammenarbeit, Google Docs, Fotos, GmailBis zu 15 GB im Google-KontoAndroid-, Gmail- und Google-Nutzer
Apple iCloud / iCloud+Apple, internationaler Geräte- und DiensteanbieterApple-Geräte, Fotos, iPhone-Backup, Familienfreigabe5 GB iCloud-SpeicheriPhone-, iPad- und Mac-Nutzer
Microsoft OneDriveMicrosoft, internationaler PlattformanbieterWindows, Office, Microsoft 365, Dateien bei Bedarf5 GB Cloudspeicher im Microsoft-KontoWindows- und Office-Nutzer
Proton DriveProton AG, SchweizEnde-zu-Ende-Verschlüsselung, privater DateispeicherProton Free mit Drive-SpeicherDatenschutzorientierte Nutzer
Infomaniak kDriveInfomaniak, SchweizSchweizer Cloud, viel Speicher, Office-Zusammenarbeitmy kSuite Free mit 15 GB kDrivePrivatpersonen, Familien, Selbstständige und Teams

Google Drive und Google One: stark bei Zusammenarbeit und Google-Diensten

Google Drive ist der Dateispeicher im Google-Konto. Google One ist das Abo für mehr Speicher, der sich mit Google Fotos und Gmail teilt. Google Fotos ist wiederum der Fotodienst, Google Workspace die Lösung für Organisationen und Unternehmen. Diese Trennung verhindert Missverständnisse bei Speicher, Verwaltung und Datenschutzfunktionen.

Drive ist besonders stark, wenn mehrere Personen im Browser an Dokumenten, Tabellen oder Präsentationen arbeiten. Kommentare, Freigaben, Suche und Zugriff über Android, Web und Desktop sind sehr eingespielt. Für private Konten ist der Dienst vor allem bequem. Für Unternehmen kommen Workspace-Funktionen hinzu, die nicht automatisch für private Google-Konten gelten.

iCloud und iCloud+: besonders eng mit Apple-Geräten verbunden

iCloud ist Apples Cloud-Grundlage für iPhone, iPad, Mac und Windows-App. iCloud Drive speichert Dateien, iCloud Fotos synchronisiert die Fotomediathek, iCloud Backup sichert iPhone- und iPad-Daten, iCloud+ erweitert Speicher und Datenschutzfunktionen. Apple One kann iCloud+ mit weiteren Diensten bündeln.

Für Apple-Haushalte ist iCloud oft die einfachste Lösung, weil Fotos, Gerätesicherung, Speicheroptimierung, Familienfreigabe und Dateien direkt in den Systemeinstellungen auftauchen. Außerhalb der Apple-Welt ist iCloud nutzbar, aber meist weniger flexibel als Google Drive oder OneDrive. Advanced Data Protection ist eine optionale Einstellung und muss vom Standardzustand getrennt betrachtet werden.

OneDrive: sinnvoll für Windows und Microsoft 365

OneDrive ist der private Cloudspeicher im Microsoft-Konto. Microsoft 365 Basic, Single und Family sind private Abos mit mehr Speicher und weiteren Leistungen. OneDrive for Business, SharePoint und Microsoft 365 Business sind eigene Unternehmenslösungen. Ein Windows-Ordnerbackup für Desktop, Dokumente oder Bilder ist zudem kein vollständiges PC-Systembackup.

OneDrive passt besonders gut, wenn Windows, Office-Dateien, Word, Excel, PowerPoint und Outlook im Alltag eine Rolle spielen. Dateien bei Bedarf sparen lokalen Speicher. Microsoft 365 Family teilt Speicher personenbezogen: bis zu sechs Personen mit jeweils 1 TB. Für sensible Einzeldateien gibt es Personal Vault als geschützten Bereich mit zusätzlicher Authentifizierung, aber das ist keine allgemeine Ende-zu-Ende-Verschlüsselung aller OneDrive-Dateien.

Proton Drive: Ende-zu-Ende-Verschlüsselung als Schwerpunkt

Proton Drive gehört zum Proton-Ökosystem mit Mail, Calendar, Pass und VPN. Der Dienst ist für private und geschäftliche Nutzung verfügbar. Proton Free, Drive Plus, Proton Unlimited, Duo, Family und Business-Angebote unterscheiden sich bei Speicher, Nutzern und Zusatzdiensten. Ein Proton-Drive-Foto-Upload ist kein vollständiges Smartphone-Systembackup.

Der wichtigste Schwerpunkt ist Verschlüsselung. Proton beschreibt Proton Drive als Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloudspeicher; Dateiinhalte und nach Anbieterangaben auch wichtige Dateimetadaten werden so geschützt, dass Proton die Inhalte nicht lesen können soll. Dafür ist die Zusammenarbeit weniger breit wie bei Google oder Microsoft, auch wenn Proton inzwischen Online-Editoren für Dokumente und Tabellen anbietet.

kDrive: Schweizer Cloud mit Speicher- und Zusammenarbeitsfokus

kDrive ist der Cloudspeicher von Infomaniak. Der Dienst kann einzeln genutzt oder mit my kSuite und kSuite verbunden werden. my kSuite Free bietet eine kostenlose Infomaniak-Mailadresse und begrenzten kDrive-Speicher; kDrive Solo, Team und Pro richten sich an Einzelpersonen, Familien, Gruppen und Unternehmen. Auch kDrive ist kein vollständiges Smartphone-Systembackup.

Infomaniak positioniert kDrive als Schweizer Cloud mit viel Speicher, Sync-Apps für Windows, macOS, Linux, iOS und Android, WebDAV, Freigabelinks, gemeinsamen Ordnern und Online-Bearbeitung von Office-Dateien. Die Infrastruktur ist laut Anbieter in der Schweiz. Gleichzeitig sollte kDrive nicht automatisch mit einer standardmäßigen Ende-zu-Ende-verschlüsselten Cloud gleichgesetzt werden.

Wie viel Speicher gibt es – und was kostet er?

Preis- und Leistungsstand: Juli 2026. Anbieter ändern Speicherstufen, Aktionen und enthaltene Leistungen. Wo die öffentliche Anbieterquelle beim Abruf keinen eindeutigen Europreis zeigte, ist der Preis direkt im Konto oder auf der Preisseite zu prüfen.

Anbieter Kostenloser Speicher Erster kostenpflichtiger Plan Weitere typische Speicherstufen Familienangebot Wichtiger Hinweis
Google Drive / OneBis zu 15 GB für Drive, Gmail und FotosGoogle One Basic 100 GB; öffentliche Seite zeigte beim Abruf 1,99 US-Dollar/Monat200 GB, 2 TB, 5 TB und höhere Google-AI-Stufen je VerfügbarkeitAb passenden Google-One-Abos mit bis zu fünf weiteren Personen teilbarRegionale Preise im Google-Konto prüfen; Speicher wird zwischen Drive, Fotos und Gmail geteilt.
iCloud+5 GB50 GB für 0,99 EUR/Monat in Euro-Regionen200 GB 2,99 EUR, 2 TB 9,99 EUR, 6 TB 29,99 EUR, 12 TB 59,99 EUR monatlichMit bis zu fünf weiteren Familienmitgliedern teilbariCloud+ bringt auch Privat-Relay, E-Mail-Adresse verbergen und eigene E-Mail-Domain.
OneDrive5 GB Cloudspeicher im Microsoft-KontoMicrosoft 365 Basic: 100 GB für 2,00 EUR/Monat oder 20,00 EUR/JahrMicrosoft 365 Single: 1 TB für 10,00 EUR/Monat; Family: bis zu 6 TB für 13,00 EUR/MonatMicrosoft 365 Family für bis zu sechs Personen, je 1 TBOutlook.com-Postfachspeicher ist zusätzlich getrennt zu betrachten.
Proton DriveProton Free mit 5 GB Drive-Anteil laut Proton-FAQDrive Plus 200 GB für 4,99 EUR/Monat laut Proton-FAQProton Unlimited 500 GB für 12,99 EUR/Monat; Duo 2 TB, Family 3 TB laut PreisseiteDuo bis 2 Nutzer, Family bis 6 NutzerSpeicher wird bei Proton-Tarifen mit weiteren Proton-Diensten geteilt; aktuelle Aktionspreise prüfen.
kDrivemy kSuite Free mit 15 GB kDrivemy kSuite+ ab CHF 1.60/Monat jährlich; kDrive Solo ab CHF 4.99/MonatkDrive Solo 3 TB; Team ab 3 TB; Pro ab 6 TB, erweiterbarTeam- und kSuite-Angebote je Nutzer- und SpeicherbedarfInfomaniak zeigt je nach Seite Preise mit oder ohne Mehrwertsteuer und Rabatte für Laufzeiten.

Wie sind die Dateien geschützt?

Verschlüsselung ist kein einzelner Schalter. Transportverschlüsselung schützt den Weg zum Dienst. Verschlüsselung auf dem Server schützt gespeicherte Daten. Clientseitige Verschlüsselung bedeutet, dass Daten vor dem Upload verschlüsselt werden. Ende-zu-Ende-Verschlüsselung geht weiter: Der Anbieter soll die Inhalts-Schlüssel nicht besitzen. Trotzdem können Metadaten, Kontodaten, Zahlungsdaten, Freigaben und Geräteinformationen relevant bleiben.

Merkmal Google Drive iCloud OneDrive Proton Drive kDrive
Verschlüsselte ÜbertragungJaJaJaJaJa
Verschlüsselte SpeicherungJaJaJaJa, mit E2EE-SchwerpunktJa, laut Infomaniak
Standardmäßige E2EE für DateiinhalteNein bei privaten StandardkontenNein für iCloud Drive im StandardzustandNein allgemeinJa laut Proton DriveNicht als allgemeine Standard-E2EE belegt
Optionale erweiterte VerschlüsselungClientseitige Verschlüsselung vor allem in Workspace-EditionenAdvanced Data Protection optional für viele iCloud-KategorienPersonal Vault mit zusätzlicher Authentifizierung, keine allgemeine E2EEStandardprodukt ist verschlüsselungsorientiertTresor laut Infomaniak geplant beziehungsweise tarif-/standabhängig prüfen
Datei- und OrdnernamenNicht allgemein E2EEMit ADP für iCloud Drive stärker geschützt, Details bei Apple prüfenNicht allgemein E2EE; Personal Vault schützt Dateinamen lokal nicht vollständig laut Microsoft-HinweisProton beschreibt Schutz wichtiger MetadatenKeine allgemeine E2EE-Zusage gefunden
Möglicher Anbieterzugriff auf InhalteBei Standardkonten technisch anders zu bewerten als E2EEStandard: Apple-Schlüssel für mehrere Kategorien; ADP reduziert ZugriffBei Standard-OneDrive nicht als Zero-Knowledge einordnenInhalte sollen für Proton nicht lesbar seinServerseitig verschlüsselt, aber nicht als Zero-Knowledge darstellen
Freigabelink mit PasswortJe nach Konto/Funktion prüfenFreigaben über Personen und Links, Passwortschutz nicht allgemein annehmenIn Microsoft 365 je nach Linktyp und Konto möglichVerschlüsselte Freigaben, Passwortoptionen je FunktionJa, öffentliche Links mit Passwort möglich
Ablaufdatum für LinksJe nach Konto/Funktion prüfenJe Freigabeoption prüfenJe nach Konto und Linktyp möglichJe nach Funktion prüfenJa, Ablaufdatum für Freigabelinks möglich
2FA, Passkeys, SicherheitsschlüsselGoogle-Konto unterstützt starke OptionenApple Account mit Zwei-Faktor; Passkeys im Apple-ÖkosystemMicrosoft-Konto mit Authenticator, Passkeys und Sicherheitsschlüsseln2FA und Sicherheitsschlüssel je Konto möglich2FA im Infomaniak-Konto möglich
Datenstandort und UnternehmenssitzGoogle, USA, globale InfrastrukturApple, USA, globale InfrastrukturMicrosoft, USA, globale InfrastrukturProton AG, Schweiz, Infrastrukturangaben produktbezogen prüfenInfomaniak, Schweiz, kDrive laut Anbieter in Schweizer Rechenzentren
Wichtig zu wissen

Ein Server in Europa oder der Schweiz ist kein automatisches Sicherheitssiegel. Entscheidend sind zusätzlich Verschlüsselung, Kontosicherheit, Freigabeeinstellungen, Wiederherstellung und das Geschäftsmodell des Anbieters.

Wo liegen die Daten?

Datenstandort ist mehr als die Frage, in welchem Land eine Datei gespeichert wird. Dateiinhalte, Backups, Kontoangaben, Zahlungsdaten, Supportfälle, Protokolle, Telemetrie und Sicherheitsinformationen können unterschiedlich verarbeitet werden. Dazu kommen Unternehmenssitz, Konzernstruktur, Unterauftragnehmer und mögliche internationale Datenübermittlungen.

Google, Apple und Microsoft sind internationale Konzerne mit globaler Infrastruktur und europäischen Datenschutzpflichten. Proton und Infomaniak haben Schweizer Unternehmensbezug, aber auch dort sollte man Dateiinhalte, Kontodaten, Zahlungsdaten und Supportdaten getrennt betrachten. Vertiefend helfen die Ratgeber Datenschutz & Datensicherheit, Schweizer Server und EU-Server oder Schweizer Server.

Welche Cloud eignet sich für Fotos und Smartphone-Backups?

Für Fotos sind Google Fotos und iCloud Fotos besonders komfortabel. Sie bieten automatischen Upload, Alben, Suche, Geräteoptimierung und Teilen mit Familie. Apple ist zusätzlich stark bei Live Photos und kompletter iPhone- oder iPad-Wiederherstellung über iCloud Backup. Google ist stark bei Android-Sicherung, Google Fotos und geräteübergreifender Suche.

OneDrive kann die Kamerarolle hochladen und Fotos auf vielen Geräten verfügbar machen. Proton Drive und kDrive können Fotos speichern und je nach App automatisch hochladen, sollten aber nicht als vollständiges Smartphone-Backup beschrieben werden. Wer RAW-Dateien, lange Videos, Originalqualität oder vollständigen Fotoexport braucht, sollte Speicherbedarf, Dateiformate, Metadaten und Exportwege vor dem Wechsel testen.

Welche Cloud eignet sich für Dokumente und gemeinsames Arbeiten?

Google Drive ist stark bei browserbasierter Zusammenarbeit. Google Docs, Tabellen und Präsentationen funktionieren schnell mit Kommentaren, Freigaben und gleichzeitiger Bearbeitung. OneDrive ist naheliegend für Word-, Excel- und PowerPoint-Dateien, besonders in Microsoft 365. iCloud eignet sich gut für Pages, Numbers, Keynote und private Apple-Nutzer.

Proton Drive passt eher, wenn Datenschutz und verschlüsselte Ablage wichtiger sind als maximale Office-Kompatibilität. kDrive verbindet Schweizer Anbieterbezug mit OnlyOffice, Microsoft-Office-Online-Funktionen je Tarif, gemeinsamen Ordnern, Dateisuche und Teamverwaltung. Für Selbstständige und kleine Unternehmen zählen zusätzlich Rechteverwaltung, externe Freigaben, Support, Dateisperren, Offline-Zugriff und Migration.

Welche Cloud passt zu Familien?

Familien brauchen nicht nur viel Speicher. Wichtig sind getrennte private Dateien, einfache Verwaltung, Kinderkonten, Gerätewiederherstellung, geteilte Fotoalben, gemeinsame Ordner, Zahlungsverwaltung und Datenmitnahme, wenn jemand den Familienplan verlässt. iCloud+ lässt Speicher mit bis zu fünf weiteren Personen teilen und bleibt auf Apple-Geräten besonders einfach. Google One und Microsoft 365 Family sind plattformübergreifend bekannter.

Proton Duo oder Family kann passen, wenn Privatsphäre und verschlüsselte Dienste im Vordergrund stehen. kDrive Team, kSuite oder my kSuite können interessant sein, wenn Schweizer Cloud, Mail und Zusammenarbeit kombiniert werden sollen. Vor dem Abschluss sollte klar sein, ob Speicher gemeinsam genutzt oder pro Person zugeteilt wird und ob Dateien anderer Familienmitglieder privat bleiben.

Wie sicher lassen sich Dateien teilen?

Freigaben sind einer der häufigsten Schwachpunkte. Ein öffentlicher Link kann kopiert und weitergegeben werden. Sicherer sind Einladungen an bestimmte Personen, Anmeldungspflicht, klare Lese- oder Bearbeitungsrechte, Passwortschutz, Ablaufdatum und regelmäßige Kontrolle aktiver Links. Für Kundenfreigaben ist außerdem wichtig, ob externe Personen Dateien hochladen dürfen und ob du Zugriffe später nachvollziehen kannst.

Google Drive und OneDrive sind stark verbreitet und daher praktisch für externe Zusammenarbeit. iCloud-Freigaben sind für Apple-Nutzer bequem. Proton Drive ist interessant, wenn verschlüsselte Freigabe wichtiger ist. kDrive bietet laut Infomaniak öffentliche Links, Passwort, Ablaufdatum, Downloadsteuerung und Upload-Ablagen. Prüfe regelmäßig, welche öffentlichen Links noch aktiv sind.

Was passiert bei versehentlichem Löschen oder Überschreiben?

Viele Cloud-Dienste bieten Papierkorb, Versionen und Wiederherstellung. Die genauen Fristen unterscheiden sich aber nach Anbieter, Tarif, Kontoart und Dateityp. Deshalb sollten Fristen nicht auswendig angenommen werden. Microsoft nennt für OneDrive Personal typischerweise bis zu 30 Tage Papierkorb, OneDrive für Arbeit oder Schule kann länger sein. Infomaniak nennt bei kDrive je nach Angebot Versionen und Papierkorb-Fristen von 30 Tagen bis zu mehreren Monaten.

Anbieter-Backups ersetzen nicht automatisch dein eigenes Backup. Für besonders wichtige Dateien ist die 3-2-1-Regel sinnvoll: drei Kopien, auf zwei unterschiedlichen Speichermedien, eine Kopie an einem anderen Ort. Einfach gesagt: Cloud plus Laptop reicht nicht immer, wenn beide denselben Fehler synchronisieren.

Wie einfach ist der Wechsel zu einer anderen Cloud?

Ein Cloud-Wechsel ist selten nur ein Download. Große Datenmengen brauchen lokalen Speicher, Zeit und eine stabile Internetverbindung. Google-Dokumente müssen eventuell in Office-Formate exportiert werden. Fotos brauchen Metadaten, Alben und Erstellungsdaten. Geteilte Ordner, Freigabelinks und Versionsverläufe lassen sich oft nicht eins zu eins übertragen.

  1. Speicherbedarf prüfen.
  2. Neues Konto absichern.
  3. Wichtige Dateien exportieren.
  4. Testweise einen kleinen Ordner übertragen.
  5. Dateiformate und Zeitstempel prüfen.
  6. Restliche Daten übertragen.
  7. Freigaben neu einrichten.
  8. Geräte auf die neue Cloud umstellen.
  9. Einige Wochen parallel arbeiten.
  10. Altes Konto erst nach vollständiger Kontrolle löschen oder reduzieren.

Welcher Cloud-Speicher passt zu dir?

Nutzerprofil Naheliegende Lösung Mögliche Alternative Worauf besonders achten?
Ich nutze hauptsächlich Android und Google-Dienste.Google Drive, Google One und Google FotosOneDrive oder Proton Drive für einzelne DateienSpeicherteilung mit Gmail und Fotos
Ich nutze überwiegend Apple-Geräte.iCloud+Google Drive oder OneDrive für ZusammenarbeitiCloud Backup, Fotos und ADP getrennt prüfen
Ich arbeite mit Windows und Microsoft Office.OneDrive mit Microsoft 365Google Drive bei Web-ZusammenarbeitPrivate und Business-Konten nicht vermischen
Datenschutz und E2EE sind Priorität.Proton DriveiCloud mit Advanced Data ProtectionMetadaten, Wiederherstellung und Freigaben prüfen
Ich möchte eine Schweizer Cloud.kDrive oder Proton DriveiCloud, Google oder Microsoft mit EU-Funktionen je BedarfProduktbezogene Datenstandorte unterscheiden
Ich möchte möglichst viel Speicher.kDrive oder große Google, Apple und Microsoft PläneProton Family je BedarfPreis pro TB und Exportwege vergleichen
Ich möchte Smartphone-Fotos automatisch sichern.Google Fotos oder iCloud FotosOneDrive-Kamera-Upload, kDrive oder Proton DriveFoto-Upload ist kein Systembackup
Ich benötige ein vollständiges iPhone-Backup.iCloud BackupZusätzliche Cloud nur für DateieniCloud-Speicher reicht oft schnell nicht aus
Ich möchte gemeinsam an Dokumenten arbeiten.Google Drive oder OneDrivekDrive mit Office-WerkzeugenFormate, Kommentare und externe Gäste testen
Ich bin selbstständig.OneDrive, Google Workspace oder kDriveProton Drive für sensible DokumenteRechnung, Support, Datenschutzpflichten
Ich betreibe ein kleines Unternehmen.Microsoft 365 Business, Google Workspace oder kDrive ProProton BusinessAdminrechte, 2FA, Datenexport, Rollen
Ich möchte Speicher mit der Familie teilen.iCloud+, Google One oder Microsoft 365 FamilyProton Family oder kDrive TeamPrivatsphäre der Mitglieder und Austritt
Ich speichere sensible Dokumente.Proton Drive oder iCloud mit ADPZusätzliche lokale VerschlüsselungSchlüssel, Wiederherstellung, Gerätezugriff
Ich möchte Google oder Microsoft weniger nutzen.Proton Drive oder kDriveiCloud bei Apple-GerätenKomfortverlust und Dateiformate einplanen
Ich brauche eine möglichst einfache Einrichtung.iCloud auf Apple, OneDrive auf Windows, Google auf AndroidkDrive oder Proton Drive mit etwas EinrichtungVorinstallierte Dienste sind meist bequemer
Ich verwende Windows, Android und iPhone gleichzeitig.Google Drive oder OneDrivekDrive als unabhängige CloudApps auf allen Geräten testen
Ich möchte Dateien mit Kunden teilen.OneDrive, Google Drive oder kDriveProton Drive bei sensiblen DateienPasswort, Ablaufdatum, Downloadrechte
Ich möchte E-Mail, Kalender oder Hosting bündeln.Microsoft 365, Google Workspace oder Infomaniak kSuiteProton-ÖkosystemDomain, Mail, Kalender und Speicher zusammen prüfen

Vorteile und Nachteile der fünf Dienste

Google Drive

Vorteile: starke Google-Integration, sehr gute Zusammenarbeit, plattformübergreifend, weit verbreitet, leistungsfähige Web-Werkzeuge. Nachteile: gemeinsamer Speicher mit Gmail und Fotos, starke Plattformbindung, keine allgemeine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Google-Dateiformate können beim Wechsel Aufwand erzeugen.

iCloud

Vorteile: tiefe Apple-Integration, Fotos und Gerätesicherung, Familienfreigabe, erweiterte Datenschutzoptionen, einfache Nutzung auf Apple-Geräten. Nachteile: außerhalb des Apple-Ökosystems weniger flexibel, nur 5 GB kostenlos, Advanced Data Protection muss aktiviert werden, nicht jede Datenkategorie ist gleich geschützt.

OneDrive

Vorteile: Windows- und Office-Integration, Microsoft-365-Pakete, gemeinsames Bearbeiten, Personal Vault, gute Geräteunterstützung. Nachteile: starke Microsoft-Bindung, keine allgemeine standardmäßige Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, private und geschäftliche Varianten können verwirrend sein, Funktionen sind teils tarifabhängig.

Proton Drive

Vorteile: Ende-zu-Ende-Verschlüsselungsfokus, Schweizer Unternehmensbezug, verschlüsselte Freigaben, Proton-Ökosystem, Privatsphäre als Produktgrundlage. Nachteile: einige Funktionen tarifabhängig, Zusammenarbeit weniger umfangreich als bei Google oder Microsoft, kein vollständiges Smartphone-Backup, geringere Betriebssystemintegration möglich.

kDrive

Vorteile: Schweizer Anbieter- und Infrastrukturbezug, große Speicherangebote, Zusammenarbeit und Office-Werkzeuge, Team- und Geschäftsfunktionen, Verbindung mit weiteren Infomaniak-Diensten. Nachteile: nicht mit einer standardmäßigen E2EE-Cloud gleichsetzen, weniger tiefe Betriebssystemintegration, erklärungsbedürftige Tarifstruktur, kein vollständiges Smartphone-Systembackup.

Transparenzhinweis

Proton und Infomaniak gehören zu unseren Partnern. Wenn du über einen gekennzeichneten Link ein Angebot nutzt, können wir eine Provision erhalten. Für dich entstehen dadurch keine Mehrkosten. Auf die sachliche Einordnung und den Vergleich soll diese Partnerschaft keinen Einfluss haben.

Diese Punkte solltest du vor der Cloud-Wahl prüfen

  • Welche Geräte verwende ich und gibt es Apps für alle Geräte?
  • Wie viel Speicher benötige ich heute und wie schnell wächst er?
  • Möchte ich Fotos automatisch hochladen oder ein vollständiges Gerätebackup?
  • Möchte ich gemeinsam an Dokumenten arbeiten oder externe Personen einladen?
  • Brauche ich Passwortschutz, Ablaufdatum oder Upload-Links?
  • Ist Ende-zu-Ende-Verschlüsselung wichtig und kann der Anbieter Inhalte lesen?
  • Wo sitzt das Unternehmen und wo werden Dateien, Backups und Supportdaten verarbeitet?
  • Gibt es Zwei-Faktor-Authentifizierung, Passkeys oder Sicherheitsschlüssel?
  • Wie lange bleiben gelöschte Dateien und Versionen erhalten?
  • Kann ich alle Dateien, Fotos, Zeitstempel und Metadaten vollständig exportieren?
  • Ist Speicher mit Familie teilbar und bleiben private Dateien getrennt?
  • Was kostet das Angebot nach Testphase oder Aktionspreis?
  • Funktioniert die Cloud offline und wie gut ist der Support erreichbar?
  • Benötige ich zusätzlich E-Mail, Kalender, Office oder Hosting?
  • Habe ich unabhängig von der Cloud ein weiteres Backup?

Häufige Fragen zum Cloud-Speicher-Vergleich

Welcher Cloud-Speicher ist für Privatpersonen am besten?

Es gibt keinen pauschal besten Cloud-Speicher. Für Android, Gmail und Google Fotos ist Google Drive mit Google One naheliegend. Für iPhone, iPad, Mac, Fotos und iCloud Backup ist iCloud oft am bequemsten. Für Windows und Office passt OneDrive häufig sehr gut. Proton Drive ist eher eine Datenschutz- und Verschlüsselungsentscheidung. kDrive ist interessant, wenn Schweizer Anbieterbezug, viel Speicher und Zusammenarbeit zählen.

Ist Google Drive oder OneDrive besser?

Google Drive ist meist stärker, wenn Dokumente direkt im Browser mit Google Docs, Tabellen und Präsentationen entstehen. OneDrive ist meist praktischer, wenn Word, Excel, PowerPoint, Windows-Ordner und Microsoft 365 im Mittelpunkt stehen. Beide Dienste sind ausgereift. Entscheidend ist, welche Dateiformate du nutzt, mit wem du Dateien teilst und ob du bereits Google- oder Microsoft-Konten im Alltag verwendest.

Ist iCloud nur für Apple-Geräte geeignet?

Nein, iCloud kann auch über Web und Windows genutzt werden. Die beste Nutzererfahrung entsteht aber auf Apple-Geräten, weil Fotos, Dateien, Backup, Familienfreigabe, Schlüsselbund und Speicheroptimierung direkt im System verankert sind. Wer hauptsächlich Android oder Windows nutzt, bekommt mit Google Drive oder OneDrive meist weniger Reibung. Für gemischte Haushalte kann iCloud zusätzlich zu einer plattformübergreifenden Cloud sinnvoll sein.

Ist Proton Drive sicherer als Google Drive?

Proton Drive setzt stärker auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und einen Zero-Knowledge-Ansatz für Dateien. Google Drive bietet dagegen sehr starke Zusammenarbeit, Kontosicherheitsfunktionen und Plattformintegration, ist bei privaten Standardkonten aber nicht allgemein Ende-zu-Ende-verschlüsselt. Sicherer ist in der Praxis nicht nur der Anbietername. Entscheidend sind Passwort, 2FA, Wiederherstellung, Geräte, Linkfreigaben und welche Daten du dort speicherst.

Ist kDrive Ende-zu-Ende-verschlüsselt?

kDrive sollte nicht pauschal als standardmäßig Ende-zu-Ende-verschlüsselte Cloud beschrieben werden. Infomaniak nennt Verschlüsselung während der Übertragung und Speicherung, Schweizer Rechenzentren und zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen. Einen allgemeinen Zero-Knowledge-Status wie bei Proton Drive sollte man daraus nicht ableiten. Prüfe aktuelle Anbieterangaben, insbesondere wenn du hochsensible Unterlagen speichern oder mit externen Personen teilen möchtest.

Welche Cloud eignet sich am besten für Fotos?

Für Fotos sind Google Fotos und iCloud Fotos besonders komfortabel. Google ist stark bei Suche, Android, Alben und geräteübergreifendem Zugriff. iCloud ist stark auf iPhone, iPad und Mac, inklusive Speicheroptimierung und Familienfreigabe. OneDrive bietet Kamera-Upload und gute Microsoft-Anbindung. Proton Drive und kDrive können Fotos speichern oder hochladen, ersetzen aber nicht automatisch die Fotofunktionen von Google oder Apple.

Welche Cloud kann ein vollständiges iPhone sichern?

Ein vollständiges iPhone- oder iPad-Backup läuft über iCloud Backup beziehungsweise über lokale Sicherung auf Mac oder PC. Google Drive, OneDrive, Proton Drive und kDrive können Dateien, Fotos oder Dokumente speichern, aber kein vollständiges iOS-Gerät mit Einstellungen, App-Daten und Systemzustand wiederherstellen. Für iPhone-Nutzer ist diese Trennung besonders wichtig, weil Foto-Upload und Gerätebackup oft verwechselt werden.

Welche Cloud eignet sich für Android?

Für Android ist Google besonders naheliegend, weil Google-Konto, Fotos, Drive, Kontakte und viele Sicherungsfunktionen eng zusammenarbeiten. OneDrive kann Fotos und Dateien ergänzen, vor allem wenn Microsoft 365 genutzt wird. Proton Drive oder kDrive können als bewusst unabhängige oder datenschutzorientierte Dateicloud dienen. Ein vollständiges Android-Backup ist aber etwas anderes als Cloudspeicher für Ordner und Fotos.

Welche Cloud eignet sich für Windows?

Für Windows ist OneDrive meist die bequemste Lösung, weil der Dienst tief in Windows eingebunden ist und bekannte Ordner wie Desktop, Dokumente und Bilder synchronisieren kann. Wer mit Google Docs arbeitet, kann Google Drive für Desktop nutzen. kDrive und Proton Drive bieten ebenfalls Desktop-Apps. Wichtig bleibt: Windows-Ordnersicherung schützt keine komplette Systeminstallation und ersetzt kein eigenes PC-Backup.

Welcher Anbieter ist für Familien geeignet?

iCloud+ passt gut zu Apple-Familien, Google One zu Android- und Google-Haushalten, Microsoft 365 Family zu Office- und Windows-Nutzern. Proton Family ist interessant bei Datenschutzfokus, kDrive oder kSuite bei Schweizer Cloud- und Zusammenarbeitsschwerpunkt. Familien sollten nicht nur Speichergröße vergleichen, sondern auch getrennte Privatsphäre, Kinderkonten, Zahlungsverwaltung, Fotoalben, Gerätewechsel und Datenmitnahme bei Austritt prüfen.

Was ist der Unterschied zwischen Cloud-Speicher und Backup?

Cloud-Speicher synchronisiert Dateien zwischen Geräten und Onlinekonto. Löschst du eine synchronisierte Datei, kann die Löschung auf andere Geräte übertragen werden. Ein Backup ist eine unabhängige Kopie, die auch nach Fehlern, Beschädigung oder versehentlicher Löschung helfen soll. Papierkorb und Versionsverlauf sind nützlich, aber kein Ersatz für eine zusätzliche Sicherung besonders wichtiger Fotos, Verträge oder Dokumente.

Sind gelöschte Dateien sofort endgültig weg?

Meist nicht sofort. Viele Dienste haben Papierkorb, Versionen oder Wiederherstellungsfunktionen. Die Fristen unterscheiden sich aber deutlich nach Dienst, Tarif, Kontoart und Dateityp. OneDrive Personal nennt andere Werte als OneDrive for Business, kDrive andere Werte je Angebot. Wenn eine Datei endgültig gelöscht wurde oder die Frist abgelaufen ist, kann eine Wiederherstellung unmöglich sein.

Können Cloud-Anbieter meine Dateien lesen?

Das hängt von Verschlüsselung und Schlüsselverwaltung ab. Bei serverseitiger Verschlüsselung schützt der Anbieter die Daten technisch, kann aber unter bestimmten Bedingungen eher Zugriffsmöglichkeiten haben. Bei echter Ende-zu-Ende-Verschlüsselung sollen Dateiinhalte für den Anbieter nicht lesbar sein. Trotzdem können Metadaten, Kontodaten, Zahlungsdaten, Freigaben, Geräteinformationen und Supportfälle weiterhin verarbeitet werden.

Was bedeutet Ende-zu-Ende-Verschlüsselung?

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung bedeutet, dass Inhalte auf deinem Gerät verschlüsselt und erst auf berechtigten Geräten wieder entschlüsselt werden. Der Anbieter soll die Schlüssel für die Inhaltsdaten nicht besitzen. Das schützt besonders gegen Anbieterzugriff oder Cloud-Datenpannen. Es löst aber nicht alles: schwache Passwörter, verlorene Geräte, unsichere Freigabelinks und sichtbare Metadaten bleiben eigene Risiken.

Reicht ein europäischer Serverstandort für guten Datenschutz?

Nein. Ein europäischer oder Schweizer Serverstandort kann wichtig sein, ist aber kein vollständiges Datenschutzkonzept. Entscheidend sind zusätzlich Unternehmenssitz, Unterauftragnehmer, Verschlüsselung, Zugriffsrechte, Kontosicherheit, Freigaben, Wiederherstellung, Geschäftsmodell und Exportmöglichkeiten. Ein schlechter eingerichtetes Konto auf einem nahen Server kann riskanter sein als ein gut geschütztes Konto bei einem internationalen Anbieter.

Wo liegen die Daten von Proton Drive?

Proton hat seinen Sitz in der Schweiz und beschreibt für Proton Drive einen starken Schweizer Datenschutzbezug sowie eigene Infrastruktur, unter anderem in der Schweiz und Deutschland. Dateiinhalte, Kontodaten, Zahlungsdaten, Supportdaten und Sicherheitsinformationen können dennoch unterschiedlich einzuordnen sein. Für verbindliche Details zählt die aktuelle Proton-Dokumentation zum konkreten Dienst und Tarif.

Wo liegen die Daten von kDrive?

Infomaniak beschreibt kDrive als in der Schweiz entwickelte und gehostete Cloud und nennt Schweizer Rechenzentren für kDrive-Daten. Das ist ein wichtiger Unterschied zu vielen internationalen Plattformen. Trotzdem solltest du Dateiinhalte, Konto- und Zahlungsdaten, Supportkommunikation, Protokolldaten und mögliche Unterauftragnehmer getrennt betrachten. Für sensible Nutzung zählt die aktuelle Infomaniak-Dokumentation.

Kann ich meine Cloud später wechseln?

Ja, aber plane genug Zeit ein. Kleine Dokumentordner sind schnell übertragen. Große Fotoarchive, Videos, Google-Dokumente, geteilte Ordner, Office-Dateien, Freigabelinks und Versionsverläufe machen den Wechsel deutlich aufwendiger. Teste zuerst einen kleinen Ordner, prüfe Dateiformate und Zeitstempel, richte Freigaben neu ein und arbeite einige Wochen parallel, bevor du das alte Konto löschst.

Was passiert mit meinen Dateien, wenn ich das Abo kündige?

Nach Kündigung fällt dein Konto meist auf den kostenlosen Speicher zurück oder wird eingeschränkt, wenn du zu viel Speicher belegst. Häufig bleiben Dateien zunächst abrufbar, aber Upload, Bearbeitung oder Synchronisierung können blockiert werden. Die Details unterscheiden sich nach Anbieter und Tarif. Lade wichtige Dateien vor einer Kündigung vollständig herunter und prüfe die aktuellen Speicherregeln des Anbieters.

Brauche ich trotz Cloud eine externe Festplatte?

Für besonders wichtige Daten: ja, zumindest als zusätzliche unabhängige Kopie. Eine Cloud schützt gut vor Geräteverlust, aber nicht immer vor eigenen Fehlern, versehentlicher Synchronisierung, Kontoproblemen oder Malware. Eine externe Festplatte, ein NAS oder ein separates Backup kann die zweite Sicherungsebene sein. Wichtig ist, diese Kopie regelmäßig zu aktualisieren und getrennt aufzubewahren.

Kann ich sensible Dokumente in der Cloud speichern?

Das kann sinnvoll sein, wenn Konto, Geräte und Freigaben gut abgesichert sind. Für sensible Dokumente solltest du Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, Zwei-Faktor-Authentifizierung, Wiederherstellung, Linkfreigaben und Anbieterzugriff besonders genau prüfen. Eine zusätzliche lokale Verschlüsselung kann bei Ausweisen, Verträgen oder medizinischen Unterlagen sinnvoll sein. Absolute Sicherheit verspricht aber kein Cloud-Dienst.

Welcher Cloud-Speicher eignet sich für Selbstständige?

Selbstständige sollten zuerst den Arbeitsalltag betrachten: Office-Dateien, Kundenzugriff, eigene Domain, Rechnungsdaten, Support, Datenschutzpflichten und Teamwachstum. Google Workspace und Microsoft 365 Business sind stark bei etablierter Büroarbeit. kDrive passt bei Schweizer Anbieterbezug und Zusammenarbeit. Proton Drive kann für vertrauliche Dokumente interessant sein, bietet aber weniger klassische Bürointegration als Google oder Microsoft.

Kann ich mehrere Cloud-Dienste gleichzeitig nutzen?

Ja, das ist oft sinnvoll. Du kannst iCloud für iPhone-Backup, Google Fotos für Android-Bilder, OneDrive für Office-Dateien und Proton Drive für sensible Dokumente nutzen. Wichtig ist nur eine klare Ordnung. Sonst entstehen doppelte Dateien, vergessene Freigaben und die trügerische Annahme, alles sei gesichert, obwohl wichtige Daten nur in einem einzigen Dienst liegen.

Sind kostenlose Cloud-Angebote sicher?

Kostenlose Cloud-Angebote können technisch gut geschützt sein, haben aber meist weniger Speicher, weniger Wiederherstellungsoptionen, weniger Adminfunktionen oder weniger Komfort. Sicherheit hängt nicht allein vom Preis ab. Ein kostenloses Konto mit starkem Passwort, 2FA und guten Freigabeeinstellungen kann alltagstauglich sein. Für große Fotoarchive, Familien, Unternehmen oder sensible Dokumente reichen Gratispläne oft nicht aus.

Fazit: Die beste Cloud muss zu deinen Geräten und Dateien passen

Unsere Einschätzung

Google Drive kann besonders bei Google-Diensten, Android, Gmail, Google Fotos und gemeinsamer Dokumentbearbeitung überzeugen. iCloud ist besonders eng mit Apple-Geräten, Fotos, iPhone- und iPad-Backups sowie Familienfreigabe verbunden. OneDrive passt häufig gut zu Windows, Office-Dateien und Microsoft 365.

Proton Drive legt einen stärkeren Schwerpunkt auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung und Datenschutz. kDrive verbindet Schweizer Infrastruktur mit Speicher, Zusammenarbeit und Teamfunktionen. Beide sind Partnerangebote, werden hier aber nicht als automatische Testsieger hervorgehoben.

Der größte Speicher ist nicht automatisch die beste Wahl. Kontosicherheit, Wiederherstellung, Freigaben, Export, Geräteintegration und Dateiformate können wichtiger sein als ein paar zusätzliche Terabyte.

Niemand muss nur aufgrund eines Vergleichs überstürzt wechseln. Prüfe erst, welche Daten du wirklich speichern möchtest, welche Geräte du nutzt und ob du zusätzlich ein unabhängiges Backup brauchst.

Quellen, Transparenz und Informationsstand

Informations-, Funktions- und Preisstand: Juli 2026. Dieser Ratgeber ist allgemeine Verbraucherinformation und keine Rechtsberatung. Quellen sind offizielle Anbieterinformationen; Marketingangaben wurden als Anbieterangaben eingeordnet.

Informationen zur Datenverarbeitung auf dieser Website finden Sie in der Datenschutzerklärung. Details zur Finanzierung stehen im Affiliate-Hinweis. Für Hinweise oder Korrekturen nutzen Sie die Kontaktseite.

Für starke Zugangsdaten und sichere Anmeldung passt ergänzend der Ratgeber Passwortmanager einfach erklärt.

Wenn du Cloud-Konten zusätzlich absichern möchtest, erklärt der Ratgeber Zwei-Faktor-Authentifizierung die wichtigsten Methoden und Wiederherstellungswege.